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Triple Horn ® Saddlery  

How to fit a Saddle?

Wie und vor allen Dingen wo genau hat der Sattel zu liegen?

Wie erkenne ich daß der Sattel passt und welche Sattelunterlage bzw. Westernpad verwende ich beim Westernsattel?

Um einige Irrtümer auszuräumen, haben wir uns mal daran gemacht zu verdeutlichen, wie die Paßform des Sattels bestimmt wird und warum es so wichtig ist, den Sattel richtig, das heißt hinter die Schulter und mit einer geeigneten Sattelunterlage auf das Pferd zu platzieren. Die vielgepriesene Schulterfreiheit findet auch hier ihre Berücksichtigung.

Zunächst passen wir den rohen Sattelbaum im statischen Zustand des Pferdes an. Dies sagt jedoch nicht unbedingt aus, daß er sich auch im Bewegungsablauf so verhält, wie dies die Statik verspricht.

Deshalb haben wir die Möglichkeit mittels einem von uns entwickelten Fit-to-be-seen-Systems diesen Sattelbaum auch in der Bewegung auszuprobieren. Hier kann man genau sehen, was sich in der Bewegung abspielt, das einem sonst unter dem Leder verborgen bleibt.

Exakt auf diesem Sattelbaum, der in allen Gangarten des Pferdes perfekt paßt, wird auch in der Anfertigung des Sattels verbaut.  

Grundvoraussetzungen für eine Sattelanfertigung

Das Pferd sollte ausgewachsen sein, sich bei der Sattelanprobe in einem optimalen Fütterungs- und Haltungszustand befinden und eine gesunde Schultermuskulatur (keine Atrophien) haben.

In diesem Fall sollte der Sattel mit der richtigen Sattelunterlage die jeweiligen Saisonunterschiede kompensieren können.

Was der Sattel nicht kompensieren kann, ist eine krankhafte oder vorübergehende Veränderung der Schultermuskulatur, die viele Ursachen haben kann.
Wir nennen hier nur einige wenige davon:

* Stehzeiten nach Krankheit
*Einstallen ohne freien Auslauf
* Stallwechsel mit verändertem Umfeld
* Auslauf mit zu wenig oder keine Bewegungsanreize
* Fellwechsel von Winter auf Frühjahr
* Überfütterung / Überbelastung / Streß

Hat man dieses Problem erst einmal erkannt, hat man eine gute Chance, die Schultermuskulatur zu regenerieren und den alten bzw. gesunden Zustand der Schultermuskulatur wiederherzustellen.

Dafür absolviert man ein 6 bis 8 wöchiges Longentraining, wobei in den ersten Wochen das Reiten leider nicht oder selten möglich ist. Die Erklärung hierfür liegt darin, daß die für den Sattel dringend benötigte Schultermuskulatur nicht mehr da ist und erst wieder aufgebaut werden muß. Reitet man trotzdem, setzt sich durch die Schonhaltung des Pferdes der Muskelabbau fort.

An den nachfolgenden Bildern ist der Unterschied vorher und nachher sehr gut zu erkennen.

Vorher, die Schulterblätter sind sehr gut zu erkennen (die meisten sprechen hier von ausgesprägter Schulter) jedoch ist nur die Schultermuskulatur  abgebaut (atrophisch)

  

 

Nachher, der Rücken ist hochgekommen und die Schultermuskulatur verdeckt nun fast schon die Schulterblätter

Vorher
der Rücken ist tief und hängt etwas, der Widerrist ist stark ausgeprägt

Nachher
der Rücken läßt wohl kaum noch Wünsche offen

Dies ist tatsächlich dasselbe Pferd!!!

Diese Bilder sollen nur die Zweifler überzeugen, daß ein Pferd auch anders aussehen kann mit einem entsprechenden Training.
Danach sollte der einst gut angepaßte Sattel auch wieder passen.

 

Sattelanprobe mit unserem Fit-to-be-seen-System

 

Der Sattel bzw. Baum wird auf einem Pad hinter die Schulter platziert, so daß das Pferd in seinem Bewegungsablauf nicht behindert wird und es die Möglichkeit hat, den Sattelbaum mit seiner vollen Auflagefläche zu tragen. Er darf dabei hinten weder extrem klappern bzw. abheben. Eine Bewegungsfreiheit hinten von 1-2 cm beweist, daß die Barenden, (so nennt man die Auflageflächen hinten), die hinten vom Pferderücken wegweisen und dafür sorgen, daß das Reitergewicht nicht in die Lendenmuskulatur gedrückt wird.

 ***

 
   

 

Der Sattelbaum bzw. der Sattel darf niemals auf der Schulter oder dem Schulterblatt liegen, damit eine solche raumgreifende Bewegung nicht behindert oder gar unterbunden wird.

 *

 

... auch eine gerittene Biegung oder ein Zirkel sollte das Pferd sauber vollenden können, ohne daß es vom Sattel daran gehindert wird. Dabei muß der Sattelbaum festen und stabilen Halt hinter dem Schulterblatt behalten. Ein Baum, der die sogenannte  "da muß noch eine Hand drunter passen-Weite" hat, würde hierbei unweigerlich auf die Schulter schieben oder rutschen und diese behindern. 

 Der Reiter sollte in den letzen zwei Dritteln der Sitzfläche sitzen. Der Sitz sollte in seiner Größe so gewählt sein, daß der Reiter für bestimmte Aktionen genügend Platz im Sattel hat, ohne hinter den Schwerpunkt des Pferdes bzw. seines Bewegungsablaufes zu geraten.

 

 
    
    

Wir passen Sättel an, wie sie schon seit mehr als 100 Jahren angepaßt werden, das heißt auch hier wird das Rad nicht neu erfunden.
Angepaßt wird nach "the old fashion way".  Hier helfen weder Hightec-Pads noch elektronische Sattelmeßsysteme. Angepaßt wird, wie in den USA auch mit dem Sattelbaum und zwar hinter der Schulter bzw. hinter dem Schulterblatt.......  

  

 

 

  

 Was passiert,

wenn auf die Schulter gesattelt wird? 

Die Symmetrie des Sattels wird verändert, das Reitergewicht wird nach hinten verlagert, so daß das Reitergewicht starken Druck auf den Lendenbereich ausübt. Der Sattelbaum bildet unter Umständen nun eine Brücke, d.h. das Reitergewicht wird nur noch auf vier Punkte verteilt und trägt in der Mitte nicht mehr. Das Schulterblatt wird so in seiner Bewegung behindert was möglicherweise ein Verkümmern (Atrophie) der Schultermuskulatur (Rautenmuskel) verursachen kann.

 

  

 ...... auf die Schulter gesattelt!!!

  

  
 

Der Westernsattel hat auf der Unterseite keine Polsterung, wie z.Bsp. der Klassischsattel. Daher gehört die Sattelunterlage zwingend zu jedem Westernsattel dazu. Die jeweilige Stärke bestimmt die Form des Pferdes. Als Faustregel gilt, je breiter, gut bemuskelt und runder das Pferd je dünner darf die Sattelunterlage sein 1/2" bis 3/4". Je schmäler, wenig bemuskelt und je schwerer der Reiter, je dicker und kompakter sollte die Sattelunterlage sein nicht unter 1". Hierfür sollten jedoch niemals Kunststoffe verwendet werden, egal welch wohlklingende, medizinisch angehauchte Namen sie auch haben.

 Verwenden sollte man grundsätzlich nur Materialien, die während des Reitens die Schweißaufnahme und die Luftzirkulation zulassen und die Paßform des Sattels nicht extrem verändern. Es darf auch gerne ein ganz normales Wald- und Wiesen Pad sein. Hauptsache es hat einen entsprechenden Filzkern.

Einige Beispiele finden Sie unter Merino Woolfelt Pads.

   

 SATTELANPROBEN

führen wir hier vor Ort auch außerhalb unserer Öffnungszeiten
oder auch an Ihrem Stall durch. Mehr dazu auch unter AGB&Preise

Dafür benötigen wir

zwei Bilder von Ihrem Pferd, damit wir uns einen
ersten Eindruck machen können.
Sie sollten Ihr Pferd wie folgt fotografieren:

..im Profil

 

... von hinten oben

 

   ...und so sollte es aussehen

Sollten Sie noch Fragen haben, so fragen Sie den Sattlermeister!

Wichtige Infos dazu  
finden Sie unter
AGB

 
    
  

 Regelmäßig kommen wir auch in die Schweiz!

Wir freuen uns auf Ihren Terminwunsch!

 

 
    

 

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